Brünieren, vielleicht haben Sie diesen Begriff schon einmal gehört, wissen aber nicht, worum es sich dabei handelt? Es geht um das Schwärzen von Stahl, was eigentlich ein Prozess ist, bei dem die Oberflächenbehandlung verändert wird. Sie können es auch alkalisches Schwärzen nennen.
Worum geht es hier?
Das Schwärzen ist ein chemischer Prozess, bei dem eine Reaktion entsteht, die eine Oxidschicht bildet. Diese sieht wie eine schwarze Oberfläche aus. Im Grunde hat es keinen besonders wichtigen Nutzen, es ist auch keine Notwendigkeit. Es handelt sich eher um einen dekorativen Charakter, jedoch bewirkt es auch einen leichten Schutz vor Korrosion an diesen bearbeiteten Teilen.
Damit es Ihnen jedoch als Schutz dient, müssen Sie auch Konservierungsöle verwenden.
Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass sich nach dem Schwärzen die Materialdicke ändert. Brünieren verursacht keine solchen Veränderungen, es ist nur eine ganz dünne Schicht, die dies nicht beeinflusst.
Wo wird Brünieren verwendet?
Falls Sie sich immer noch fragen, wozu Ihnen so ein Prozess dienen würde. Dann verraten wir Ihnen, dass er verwendet wird bei der Herstellung von Waffen, Fernrohren, Messgeräten (Messinstrumenten) und in der Maschinenbauindustrie. Solche geschwärzten Oberflächen können Sie auch mit glänzenden Oberflächen kombinieren.
Welche Vorteile hat das Schwärzen von Oberflächen?
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schöneres, gestalterischeres Aussehen
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Schutz vor Korrosion
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bei Kombination mit Konservierungsölen längere Lebensdauer des Materials
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Abriebfestigkeit
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stabilerer Prozess bei der Metallveredelung
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verhindert Oxidation
Welche Arten des Brünierens kennen wir?
- Schmiedeschwärzen
anders auch Karbonisieren genannt. Sie führen es so durch, dass Sie den Gegenstand (den Sie benötigen) glühend erhitzen und ihn anschließend in einen Ölbehälter tauchen. Dort entsteht eine dünne Schicht (Karbon), was eigentlich unvollständig verbranntes Öl ist. Wenn Sie das alles haben, müssen Sie den geschwärzten Gegenstand noch sofort im heißen Zustand von den darauf verbliebenen Ölresten abwischen.
- Kaltschwärzen
für diese Art benötigen Sie Selensäure mit Kupfersulfat in Alkohol. Erschrecken Sie sich nicht, denn es entsteht ein grüner oder grauer Farbton. Dies empfehlen wir jedoch nicht, da so vorbereitete Materialien stark giftig sind.
- andere spezielle Methoden zum Schwärzen
hier können Sie verschiedene Markierstifte wie Sprays oder Filzstifte verwenden. Sie sind dafür ausgelegt, als aktive Korrosionsinhibitoren zu dienen. Das bedeutet, dass sie die Korrosion auf einer konkreten Oberfläche verringern.
Wie erkennen Sie, dass Sie falsch vorgegangen sind?
Es kann vorkommen, dass dieser Prozess nicht wie erwartet verlaufen ist, und somit aus der schwarzen Oberfläche etwas anderes geworden ist. Zum Beispiel verschiedene Farbvarianten:
- grau
tritt bei nitrierten Stählen auf (das sind jene, die mit Stickstoff gesättigt sind), Sie können dies jedoch durch leichtes Sandstrahlen mit Korund beheben
- rot
tritt auf, wenn der Stahl, den Sie brüniert haben, viel Chrom enthält. Nutzen Sie dafür wieder Sandstrahlen, diesmal jedoch mit weichem Stahlgrieß
- braun
das entsteht, wenn das Schwärzungsbad mit Eisen verschmutzt ist, oder wenn Sie zu lange brüniert haben. Dies ist jedoch die geringste Beschädigung der Oberfläche, da Sie sie ganz einfach mit einem in Diesel getränkten Tuch entfernen können.